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Energieverbrauch

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Fossiler Primärenergieverbrauch

Was den Verbrauch fossiler Primärenergie betrifft, so wird in der Mehrjährigen Energieplanung (PPE) ein Zielwert von 1149 TWh für das Jahr 2023 und von 942 TWh für das Jahr 2028 festgelegt. Dieses Ziel ist in Teilziele nach Energieträgern untergliedert. Im Jahr 2023 soll der Primärverbrauch von Kohle 48 TWh nicht überschreiten. Das Ziel für Öl liegt bei 700 TWh und für Gas bei 401 TWh. Im Jahr 2028 darf der Verbrauch dieser Energieträger 28 TWh, 569 TWh bzw. 345 TWh nicht überschreiten. Die PPE sieht auch spezifische Ziele für jeden Sektor vor. Bis 2023 (bzw. 2028) darf der Endenergieverbrauch des Gebäudesektors (Wohn- und Gewerbegebäude) 712 TWh (bzw. 636 TWh) nicht überschreiten. Für die Sektoren Verkehr, Industrie und Landwirtschaft/Fischerei darf der Endenergieverbrauch 473 TWh (bzw. 427 TWh), 291 TWh (bzw. 269) und 49 TWh (bzw. 46 TWh) nicht überschreiten.

Darüber hinaus sieht das im November 2019 verabschiedete Energie- und Klimagesetz eine Senkung um 40 % bis 2030 gegenüber dem Stand von 2012 vor.

Laut der Ausgabe 2021 der Schlüsselzahlen zum Thema Energie, die vom Ministerium für den ökologischen Wandel veröffentlicht wurden, betrug der fossile Primärenergieverbrauch im Jahr 2020 1243 TWh, wovon 66,7 TWh auf Kohle, 729,7 TWh auf Öl und 446,7 TWh auf Gas entfielen. Der Gesamtverbrauch für das Jahr 2020 ist somit niedriger als das Niveau, das sich bei einer linearen Verringerung des fossilen Primärenergieverbrauchs bis zum Zieljahr 2023 ergeben würde. Dieses Ergebnis ist jedoch angesichts der besonderen Situation, die durch die Covid-19-Pandemie in jenem Jahr entstanden ist, mit Vorsicht zu interpretieren.

Endenergieverbrauch

Die Mehrjährige Energieplanung (PPE), deren letzte Fassung im April 2020 verabschiedet wurde, setzt ein Ziel für die Verminderung des Endenergieverbrauchs für mehrere Zeiträume, nämlich 2023 und 2028. Genauer gesagt darf der Endenergieverbrauch aller Sektoren zusammengenommen im Jahr 2023 (bzw. 2028) 1525 TWh (bzw. 1378 TWh) nicht überschreiten, was einem Rückgang von 7,6 % (bzw. 16,5 %) im Vergleich zu 2012 entspricht.

Darüber hinaus sieht das im August 2015 verabschiedete Energiewendegesetz für grünes Wachstum (LTECV) eine Reduzierung um 20 % im Jahr 2030 und um 50 % im Jahr 2050 im Vergleich zu den Werten von 2012 vor.

Laut der Ausgabe 2021 der Schlüsselzahlen zum Thema Energie, die vom Ministerium für den ökologischen Wandel veröffentlicht wurden, betrug der Endenergieverbrauch im Jahr 2020 1562 TWh. Dies liegt unter dem Ziel von 1583 TWh für dieses Jahr, so dass unter der Annahme einer linearen Verringerung das Ziel für 2023 erreicht werden sollte. Diese Schlussfolgerung ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da im Jahr 2020 ein starker Rückgang der Wirtschaftstätigkeit aufgrund der Covid-19-Pandemie zu verzeichnen war. Um auf Kurs zu bleiben, sollte der Endenergieverbrauch im Jahr 2021 1564 TWh nicht überschreiten, wobei wiederum ein linearer Reduktionspfad bis 2023 angenommen wird.


Letztes Update: 2022-08-30